„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“, mit diesem Zitat des Staatsmannes und Gelehrten Wilhelm von Humboldt (1767-1835) lässt sich die ehrenamtliche Arbeit des Heimatbundes Parchim e.V. gut beschreiben. Der Verein beschäftigt sich vorrangig mit der Geschichte der Stadt und seiner Bewohner, sowie der Denkmal – und Bodendenkmalpflege. Er arbeitet mit dem Parchimer Museum und den umliegenden Heimatstuben zusammen. Am 3. März 1921 erfolgte die erste Gründung des Heimatbundes Parchim. 1925 wurde ein Heft mit Parchimer Sagen herausgeben. Die Einrichtung und Verwaltung des ersten Parchimer Museums war 1935 der Verdienst des Vereins. Nach 1945 arbeiteten die Mitglieder in verschiedenen Fachgruppen des Kulturbundes mit. Durch den Zusammenschluss der Gesellschaft für Heimatgeschichte und der Gesellschaft für Denkmalpflege bildete sich am 31. Mai 1990 erneut der Heimatbund Parchim e.V. Seit 1983 gibt der Verein jährlich ein Heft seiner Schriftenreihe „Pütt“ heraus. Es enthält heute eine bunte Palette von etwa 15 Beiträgen der verschiedensten Themen zur Stadtgeschichte. Es wird an bestimmte Jubiläen, Ereignisse und Personen erinnert, die mit Parchim in Verbindung stehen bzw. standen. Ein Register der Pütthefte für die Jahre 1985 - 2015 liegt vor. Es ist einmalig für einen Verein in Mecklenburg, jährlich neue Forschungsergebnisse zu veröffentlichen. Bei den jährlich ca. 20 Veranstaltungen gibt es wiederkehrende Höhepunkte, wie z.B. die Absicherung der Aufsicht des Sommermuseums, der Tag des offenen Denkmals im September, die Jahreshauptversammlung im November oder der Stand in der St. Marienkirche zum Adventsmarkt. Ein weiteres Betätigungsfeld sind die Stadtführungen in Parchim. Gelegentlich schlüpfen einige Vereinsmitglieder auch in historische Kostüme und bringen so den Gästen die Geschichte der Stadt näher. Unsere 80 Mitglieder mit einem Altersdurchschnitt von ca. 75 Jahren, kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und Österreich. Die Verleihung des Kunst- und Kulturpreis des Landkreises Parchim  am 20. Juni 2011 war ein Höhepunkt in der wechselvollen Geschichte des Vereins. Durch seine Aktivitäten hat der Heimatbund seinen Platz im kulturellen und städtischen Leben gefunden.