Das Koch'sche Haus, in Kürze das neue Domizil des Museums

Das Volkskundemuseum in Schönberg ist eine der bedeutendsten Einrichtungen mit Sammlungen aus der Region Gadebusch-Rehna-Schönberg und widmet sich in seinen Ausstellungen der regionalen Geschichte des einstigen Mecklenburg-Strelitz

1903 als Sammlung des damaligen Altertumsvereins für das Fürstentum Ratzeburg gegründet, wurde das Museum unter der jahrzehntelangen Leitung des Lehrers und Volkskundlers Fritz Buddin (1867-1946) zu einer der bedeutendsten volkskundlichen Sammlungen Norddeutschlands. Seit 2004 werden die beiden Museen des Ratzeburger Landes nicht mehr von der Stadt Schönberg, sondern von einen gemeinützigen Trägerverein geführt.

Die eigenständige Entwicklung des Stiftslandes der Bischöfe von Ratzeburg führte zur Herausbildung einer eigenen Kultur im Bereich der Architektur, des Mobiliars und der Trachten, wie sie in Mecklenburg ohne Beispiel ist.

Das Volkskundemuseum in Schönberg bewahrt eben diese Zeugnisse einer echten Volkskultur, wobei die Sammlung bäuerlicher Armlehnstühle und die der Trachten von überregionaler Bedeutung sind.

Auch für die Landesgeschichte des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz, dessen eigentliches Landesmuseum 1945 vernichtet wurde, verfügt das Volkskundemuseum über einmalige Exponate, wie z.B. die den C-Husaren 1815 verliehene Ehrenstandarte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen oder eine Distrikthusarenuniform von 1905.