Anke Ortlieb erhält den Fritz-Reuter-Literaturpreis 2019

Wir gratulieren unserem Mitglied Anke Ortlieb zum Gewinn des Fritz-Reuter-Literaturpreises 2019 für Ihr plattdeutsches Kinderbuch "Mäh! Maa! Möh! Versteihst?"

Der Fritz-Reuter-Literaturpreis wird in diesem Jahr an die Schriftstellerin Anke Ortlieb aus Rehna (Nordwestmecklenburg) für ihr plattdeutsches Kinderbuch „Mäh! Maa! Möh! Versteihst?” vergeben.

„Das Buch nimmt seine jungen Leser ernst, ist humorvoll, steckt voller Fantasie, dabei im besten Sinne modern”, teilte das Fritz-Reuter-Literaturmuseum am Samstag in Stavenhagen (Mecklenburgische Seenplatte) mit. Die Autorin, Jahrgang 1971, hat das Niederdeutsche als Kind von ihrer Mutter gelernt und unterrichtet es nun selbst als Deutschlehrerin.

Das Kinderbuch „Mäh! Maa! Möh! Versteihst?” enthält auch eine hochdeutsche Übersetzung. In dem Buch geht es um drei „pfiffige und mutige Schafe” namens Rosa, Moppel und Fuch, die nach dem Verschwinden ihres Bauern jemanden mit Platt-Kenntnissen suchen, weil sie Hochdeutsch nicht verstehen.

Die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 1999 am 7. November, dem Geburtstag Fritz Reuters, vom Literaturmuseum und der Stadt Stavenhagen verliehen.

Bökertipp: „Rosa, Moppel un Fuch sünd drei plietsche, mutige Schåp up de Säuk nå ein’n, de sei verståhn deit un de Platt schnackt. Denn Hochdüütsch is ’ne Fremdspråk för de drei! Dor is Heini an schuld, ehr oll Buer, bi denn sei ein würklich gaudes Läben hemm’. Åwer miteins is Heini wech un dat gaude Schåpsläben is vörbi. As denn ok noch de Schlachter up denn Hoff kümmt, ward dat Tiet uttaurieten un ein nieges Tauhus tau säuken.

Die Autorin, Anke Ortlieb, Jahrgang 1971, lebte mit ihrer Familie viele Jahre in einem alten mecklenburgischen Pfarrhaus mit einem riesigen Garten. Und natürlich hatten dort auch Schafe ihr Zuhause, denn jemand musste ja den Rasen kurz halten. Rosa, Moppel und Fuch hat es also wirklich gegeben. Fuch wurde als Lämmchen mit der Flasche großgezogen. Er begleitete die Autorin auf vielen Spaziergängen und war das freundlichste und zahmste Schaf, das man sich nur vorstellen kann. Moppel war genauso verfressen, wie sie im Buch beschrieben wird. Und Rosa respektierte tatsächlich keinen Zaun. Auch der alte Bauer Heini lebte gleich nebenan und wusste alles, was man über die Haltung von Schafen wissen muss. Und er sprach Plattdeutsch. Anke Ortlieb lernte diese Sprache schon als Kind von ihrer Mutter. Später hat sie viele Bücher in plattdeutscher Sprache gelesen. Als Deutschlehrerin unterrichtet sie Niederdeutsch in der Schule. Dabei fiel ihr auf, dass es leider noch zu wenig moderne Bücher für Kinder und Jugendliche in der niederdeutschen Sprache gibt.  Vor einigen Jahren studierte sie ein weiteres Mal: Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Buchillustration.“ (Plattschapp)

 

Anke Ortlieb

Mäh! Maa! Möh! Versteihst? mit hochdeutscher Übersetzung, 21 x 27 cm, fast inbunnen, mit Fadenheftung, Folienkaschiert matt Dörgahns mit bunte Biller

ISBN 978-3-944102-35-1

Ribnitz-Damgarten: Demmler Verlag, 48 S., € 12,95

Text: Plattnet.de

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