Das Dorf Mönkebude liegt direkt am Stettiner Haff in der Nähe von Ueckermünde und wurde im Jahre 1244 erstmals erwähnt. Fischerei und Schifffahrt gehörten zu den traditionellen Erwerbsquellen und bis heute sind die Fischerhäuser ein wichtiger Teil des Ortsbildes. Mönkebude ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.
Im Jahre 1996 wurde in der alten Schule, heute Haus des Gastes, eine kleine Heimatstube gegründet. Frau Regine Heiden war die Initiatorin und langjährige Leiterin. Das Museum „Fischerstube“ Mönkebude entwickelt sich seither zu einem lebendigen Ort der Erinnerung und Begegnung. Was einst als kleine Ausstellung zur Geschichte der Fischerei begann, ist heute ein liebevoll gepflegtes Stück Dorfkultur, das Einheimische und Gäste gleichermaßen begeistert.
In der Fischerstube spürt man den Geist vergangener Zeiten: Netze, Reusen, Werkzeuge und Fotos erzählen von der harten, aber stolzen Arbeit der Fischer am Stettiner Haff. Viele Exponate stammen von Mönkebuder Familien – jedes Stück mit seiner eigenen Geschichte. Das Museum bewahrt damit nicht nur materielle Zeugnisse, sondern vor allem das Wissen, die Sprache und den Zusammenhalt einer ganzen Generation. Von den Anfängen des Ortes als Eigentum des Klosters Grobe auf Usedom, über das Handwerk und die Entwicklung der kleinen Gemeinde zu einem beliebten Badeort können die Besucher sich außerdem in der Ausstellung informieren. Nicht selten kommt es vor, dass sich Bürger des Ortes auf alten Fotos wiedererkennen oder sich anhand derer über die Veränderungen in der Gemeinde austauschen.
Seit vielen Jahren ist Andrea Hagemann für die Geschicke des kleinen Museums verantwortlich. Sie tauscht sich mit den Betreibern der Heimatstuben der Region Uecker-Randow aus, besucht überregionale Vernetzungstreffen wie die „Runden Tische Heimatstuben“ des Heimatverbandes M-V oder arbeitet mit dem Kulturlandbüro zusammen.
Zum 30-jährigen Jubiläum am 17. Mai 2026 haben die Gemeinde und der Tourismusbetrieb Mönkebude BgA herzlich dazu eingeladen, gemeinsam auf diese Zeit zurückzublicken. Führungen durch die Ausstellung, kleine Vorführungen traditioneller Handwerkskunst sowie Gespräche mit Zeitzeugen, die von der Fischerei und dem Leben im Dorf erzählen, gehörten zu den Höhepunkten. Neben einem kulturellen Rahmenprogramm lud auch ein regionaler Bauernmarkt zum Verweilen ein. Das Jubiläum ist ein herzliches Dankeschön an alle, die die Fischerstube über die Jahre hinweg mit Leben gefüllt haben: an die Mitarbeiter, das engagierte ehrenamtliche Heimatstuben-Aktiv, die Sammler, Spender und Besucher, die das Museum zu dem gemacht haben, was es heute ist – ein Herzstück der Mönkebuder Identität.
Die „Fischerstube“ Mönkebude freut sich auch weiterhin auf viele Gäste, die dieses kleine, besondere Museum besuchen.
Text und Fotos: Andrea Hegemann, Karola Stark
