Plattdeutsche Wochen in Mecklenburg-Vorpommern

Plattdeutsche Wochen vom 31.5. bis 28.6.2026

Die „Plattdeutschen Wochen“ finden 2026 zum 6. Mal statt. Sie bieten den Rahmen für Engagierte, um eigene Treffen und Angebote vor Ort zu
organisieren. Kleine und große Veranstaltungen im ganzen Land sollen erneut zeigen, wie präsent und vielseitig die plattdeutsche Sprache ist.
Machen auch Sie mit! Ob als Verein, Privatperson, Institution, Museum, Kita, Schule, Pflegeeinrichtung, Einzelhandel, mit plattdeutschen
Theaterstücken, musikalischen Darbietungen, plattdeutschen Lesungen oder, indem Sie im Alltag und am Arbeitsplatz Platt schnacken.
Ansprechpartnerin: Johanna Bojarra
Mail: bojarra@heimatverband-mv.de
Tel.: 015155879898

Rückblick auf die 5. Plattdeutschen Wochen 2025

Vom 25. Mai bis 15. Juni 2025 fanden im ganzen Land die 5. Plattdeutschen Wochen statt. Unter dem Motto „Schnacken Sei Platt? Na denn, schnacken Sei Platt!“ lud der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. erneut dazu ein, die plattdeutsche Sprache in ihrer Vielfalt erlebbar zu machen. Zahlreiche Vereine, Institutionen, Schulen, Museen und Privatpersonen beteiligten sich mit unterschiedlichsten Aktionen – von Theateraufführungen und Lesungen über Konzerte und Gottesdienste bis hin zu Ausstellungen und Mitmachangeboten.

Der traditionelle Auftakt, der „Plattdüütsch Bäukerdag“ im Botanischen Garten Rostock, musste witterungsbedingt kurzfristig verlegt werden. In der Kirche Warnemünde wurden die Plattdeutschen Wochen mit einem plattdeutschen Gottesdienst von Ute Eisenack eröffnet. Dabei wurde auch der Unkel-Bräsig-Preis verliehen – in diesem Jahr an Dr. Karola Stark für ihr langjähriges Engagement um die plattdeutsche Sprache.

In den darauffolgenden Wochen bot sich ein breites Programm im ganzen Land. Der Heimatverband MV und das Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen kürten das Plattdeutsche Wort des Jahres 2025, beim Symposium „Wie weiter mit Reuter?“ wurden neue Perspektiven auf den niederdeutschen Schriftsteller diskutiert, und in Greifswald lockte das „Festival up Platt“ im Sozio-kulturellen Zentrum St. Spiritus mit Musik, Theater und Stadtführungen in plattdeutscher Sprache.

Trotz wechselhaften Wetters feierten viele Besucherinnen und Besucher beim 19. Norddeutschen Tag in Dömitz, wo Folkmusik, Schülerbeiträge, Tanz und Shantys für gute Stimmung sorgten. Auch beim Deutschen Mühlentag wurde vielerorts Platt gesprochen, etwa in der Kröpeliner Mühle oder der Wassermühle Rosemarsow.

Das Projekt „Späldäl Rostock“ feierte seinen Abschluss. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Workshops haben ein kurzes Stück aufgeführt, begleitet von Musik und der Siegerehrung des Schreibwettbewerbs für kurze Bühnenstücke.

Darüber hinaus würdigte die Max-Lindow-Literaturgesellschaft in Brandenburg den 150. Geburtstag des plattdeutschen Dichters Max Lindow mit zahlreichen Veranstaltungen. In seinem Geburtsort Fahrenwalde wurde zudem ein Ortsschild auf Platt eingeweiht. Mit Nele Hübner wurde erstmals eine Plattdeutschbotschafterin für Brandenburg ernannt, die besonders junge Menschen für die Sprache begeistern soll.

Die 5. Plattdeutschen Wochen zeigten eindrucksvoll, wie lebendig, vielfältig und generationsübergreifend das Plattdeutsche in Mecklenburg-Vorpommern gepflegt wird. Menschen aus Stadt und Land, Jung und Alt, trugen gemeinsam dazu bei, die Sprache sichtbar und hörbar zu machen.

Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. dankt allen Akteurinnen und Akteuren, Unterstützerinnen und Unterstützern herzlich für ihr Engagement und ihre Kreativität. 

Mit Vorfreude blicken wir auf das kommende Jahr, wenn die 6. Plattdeutschen Wochen vom 31. Mai bis 28. Juni 2026 ganze vier Wochen lang gefeiert werden.
 

4. Plattdeutsche Wochen 2024 – ein Rückblick

Am 16. Juni 2024 fanden die 4. Plattdeutschen Wochen mit einem fulminanten Endspurt ihren Abschluss. Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern blickt zufrieden auf die vergangenen drei Wochen zurück. Der Kalender der Plattdeutschen Wochen war gut gefüllt, weil viele Veranstalter dieses Ereignis inzwischen in ihre Jahresplanung aufnehmen. Noch bis zuletzt fanden neue Akteure unter das Dach des Heimatverbandes.

Besonders herausragende Ereignisse waren natürlich auch in diesem Jahr wieder die großen Veranstaltungen, wie der „18. Norddeutsche Tag“ in Dömitz, der „10. Bäukerdag“ in Rostock und die „Klosternacht“ in Malchow, die – wie immer – viele Besucher anzogen. Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum lud am 1. Juni zur Verkündung des Plattdeutschen Wortes nach Stavenhagen ein, wo gleichzeitig ein wissenschaftliches Symposium in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald stattfand.

Den besonderen Reiz der Plattdeutschen Wochen machen jedes Jahr wieder aber auch die vielen kleineren Angebote aus, die überall im Land für Plattdeutsch-Interessierte zu finden sind. Die Formate sind vielfältig und reichen von Gesprächsrunden zum gemütlichen Plaudern, wie in Demmin, Neubrandenburg, Greifswald, Bergholz und Ueckermünde bis hin zu thematischen Lesungen, wie in Schwerin, Krakow am See, Loitz oder Karlsburg. Besondere Höhepunkte darunter sind zwei Platt-Festivals, die jeweils für eine Woche in Greifswald und inzwischen auch in Prerow zahlreiche Angebote bereithalten und zum Mitmachen und Zuhören anlocken. Ebenso sind Theateraufführungen für viele immer wieder ein besonderer Anziehungspunkt. Unerwähnt bleiben darf dabei natürlich nicht das facettenreiche Programm, mit dem die Fritz-Reuter-Bühne Schwerin jedes Jahr wieder an unterschiedlichen Orten des Landes die Platt-Szene bereichert. Und last but not least: Am letzten Tag der Plattdeutschen Wochen fanden gleich zwei evangelische Gottesdienste auf Platt statt: in Warnemünde und Kirch Stück, die, wie immer, zahlreiche Besucher anlockten.

Ein besonders wichtiges Anliegen der Plattdeutschen Wochen ist es, das Angebot für junge Menschen so reichhaltig wie möglich zu gestalten und sie in die Aktionen miteinzubeziehen. So verdeutlichte der „10. Bäukerdag“ in Rostock, dass Platt zunehmend auch in Kitas und Grundschulen eine wichtige Rolle spielt und die Jüngsten inzwischen ziemlich großen Spaß beim Erlernen dieser schönen Sprache haben. In Röbel z.B. wurden die Kunden beim Einkaufen von den Kita-Kindern mit plattdeutschen Liedern und Warenbezeichnungen überrascht.

Aber auch Ausstellungen zählen im Rahmen der Plattdeutschen Wochen immer wieder zu den ganz besonderen Highlights. Lars Engelbrechts noch bis zum 28. Juni zu sehende Ausstellung über Caspar David Friedrich unter dem Titel „Der Maler ohne Nachnamen“ in St. Spiritus in Greifswald ist nur eines von vielen besonders zu empfehlenden Beispielen. Sein aus Kinderzeichnungen animierter Comic zog bereits ganze Schulklassen in die Ausstellung. Ebenso lockte die Tarnow-Wanderausstellung, die mit einer vergnüglichen Lesung durch Cornelia Nenz eröffnet wurde, nicht wenige Freunde des Plattdeutschen in den Friseursalon Warnke nach Neubrandenburg.
Ein Netzwerktreffen von Platt-Akteuren am 15. Juni im Kreisagrarmuseum von Dorf Mecklenburg war nur eine von mehreren Veranstaltungen an diesem Ort während der Plattdeutschen Wochen.
Eingeladen waren "Plattdeutsch-Akteure", die ehrenamtlich Gruppen leiten, in denen Plattdeutsch gesprochen wird, wie auch jene, die solche Treffen unterhaltsam ausgestalten können.

Und noch eine sehr kreative Initiative sei erwähnt: Auf der länderübergreifenden Buslinie von Rheinsberg nach Mirow sind auf Anregung des Vereins für Niederdeutsch im Land Brandenburg e.V. neue Anzeigetafeln entstanden, die die Fahrgäste up Platt begrüßen.

Rückblickend gab es mit fast 70 Angeboten im Rahmen der Plattdeutschen Wochen so viele, wie noch nie zuvor. Dass die plattdeutsche Sprache in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen eine nicht mehr zu überhörende Rolle spielt, unterstreicht nicht zuletzt die Übernahme der Schirmherrschaft durch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, besuchte den „Bäukerdag“ in Rostock dieses Jahr sogar persönlich und stellte mit Bedauern fest: „Plattdeutsch galt in der Vergangenheit als etwas Selbstverständliches. Das ist leider heute nicht mehr so.“ Es liegt daher an uns allen, dafür zu sorgen, dass die plattdeutsche Sprache wieder einen aktiven Part im Sprachgebrauch des Landes einnimmt. Platt ist ein Gemeinschaftsprojekt, es gelingt nur zusammen. Also: Schnacken oder spräken wi Platt!

Der Heimatverband bedankt sich bei allen Akteuren, Mitwirkenden und Interessierten für ihr eindrucksvolles und kreatives Engagement, wodurch die Plattdeutschen Wochen auch in diesem Jahr wieder zu einem großen Erfolg wurden. Wir möchten schon jetzt dazu einladen, sich auch im kommenden Jahr an den Plattdeutschen Wochen in Mecklenburg-Vorpommern zu beteiligen und freuen uns auf ein Wiedersehen!

 


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