Kulturdenkmal des Jahres

Der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) weist mit seiner jährlichen Wahl des Kulturdenkmals des Jahres auf die Vielfalt des kulturellen Erbes hin und macht auf gefährdete Elemente der Kulturlandschaft aufmerksam. Das Kulturdenkmal des Jahres wurde 2004 zum ersten Mal ausgerufen.
 

    Kulturdenkmal des Jahres 2020

    Der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) hat „Historische Orte der Heilung und Gesundheit“ zum Kulturdenkmal des Jahres 2020 gewählt. Als Bundesverband der Bürger- und Heimatvereine, der zusammen mit seinen Landesverbänden die Interessen von rund einer halben Million Mitgliedern vertritt, möchte der BHU mit der jährlichen Initiative „Kulturdenkmal des Jahres“ auf bedeutende und erhaltenswerte Kulturlandschaftselemente aufmerksam machen.

    Den Flyer mit Orten der Heilung und Gesundheit aus ganz Deutschland können Sie hier herunterladen: Flyer Orte der Heilung und Gesundheit.
    Oder Sie bestellen den Flyer in gewünschter Anzahl in unserer Schweriner Geschäftsstelle.
     

    Historische Orte der Heilung und Gesundheit

    Historische Orte der Heilung und Gesundheit, wie Krankenhäuser, Heil- und Kuranlagen, Heilstätten, Wallfahrtsorte, Apotheken und Arztpraxen waren meist prächtig gebaut und gut ausgestattet. Heute erfüllen sie oft nicht mehr die Standards der modernen Medizin und werden deshalb entweder komplett umgebaut, umgenutzt oder sie verfallen. Nur wenige werden musealisiert. Sie stellen jedoch wichtige Kulturdenkmäler dar, denn all diese Gebäude und Orte sind bedeutende und zum Teil einmalige Zeugnisse der Medizin- und Heilungsgeschichte in Deutschland. Auch architekturhistorisch sind sie von großer Bedeutung. Ein Schutz dieser eindrucksvollen Baudenkmäler und Orte ist daher besonders wichtig.

    Besondere Kulturlandschaftselemente

    All diese verschiedenen historischen Gebäude und Stätten der Heilung und Gesundheit weisen charakteristische Elemente des medizinischen Verständnisses der Gesellschaft und der Versorgung früherer Zeiten auf. Die Medizinkultur ist auch ein fester Bestandteil regionaler Kulturgeschichte und Identität, da beispielsweise Krankenhäuser und Apotheken die bauliche Struktur der Städte und Dörfer dauerhaft prägten und prägen. Die historischen Gebäude und Stätten waren wichtige Orte des alltäglichen Lebens
    vieler Menschen und im Rahmen der Gesundheitsversorgung und der medizinischen Forschung von großer Bedeutung. Außerdem tragen sie zum Wissen über die Entwicklung des medizinischen und gesellschaftlichen Verständnisses von Krankheiten und Therapien bei. So wurde beispielsweise Tuberkulose bis zur Etablierung geeigneter Medikamente lange Zeit mit Luftkuren therapiert. Ein kritischer Umgang mit der Geschichte der historischen Gebäude ist jedoch insbesondere in den Fällen geboten, in denen politische Systeme Orte der Heilung und Gesundheit für ihre Zwecke missbraucht haben.

    Gefährdete Kulturdenkmäler

    Viele dieser sehr unterschiedlichen Kulturdenkmäler, die sich den Orten der Heilung und Gesundheit zuordnen lassen, sind aufgrund der medizinischen Entwicklungen in ihrem Bestehen gefährdet. Dies liegt vor allem daran, dass sie meist den moderneren Anforderungen nicht mehr entsprechen und ihre Modernisierung sowie Instandhaltung aufgrund des finanziellen Aufwandes für die Eigentümer nicht lukrativ erscheint. Die Folgen sind Leerstand, Verfall und gegebenenfalls Abriss der bau lichen Anlagen, der diese Kulturdenkmäler und ihren geschichtsträchtigen, kulturellen Wert unwiderruflich zerstört. Dadurch gehen prägende Kulturlandschaftselemente in einem überwiegend  schleichenden Prozess verloren. In einigen Bereichen, wie beispielsweise der Heilquellenkur, reduziert sich durch ihre Bedeutungsverluste ebenfalls das Wissen über medizinische Therapien oder Techniken früherer Zeiten. Dieses Wissen ist ein wichtiges immaterielles Kulturerbe, das auch heute noch für bestimmte medizinische Bereiche von Bedeutung sein kann.

     

    Kulturdenkmal des Jahres aus früheren Jahren

    Folgende Kulturlandschaftselemente waren bisher Kulturdenkmal des Jahres:

    • 2004: Brunnen
    • 2005: Die Dorfkirche
    • 2006: Historische Bahnhöfe
    • 2007: Brücken und Brückenheilige
    • 2008: Historische Wirtshäuser
    • 2009: Richt- und Gerichtsstätten
    • 2010: Historische Schulgebäude
    • 2011: Historische Wasserbauten
    • 2012: Historische Wege
    • 2013: Historische Amts- und Rathäuser
    • 2015: Historische Friedhöfe
    • 2017: Historische Gedenkorte
    • 2018: Historische Keller
    • 2019: Historische Nutzgärten

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