Gemeinsam können wir mehr erreichen: Regional- und kulturgeschichtlich Aktive aus Museen, Heimatstuben, Archiven, Vereinen, Gedenkstätten und Bibliotheken treffen sich seit gut zwei Jahren regelmäßig am Runden Tisch Landesgeschichte des Heimatverbands Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Stier trifft Greif. Landesgeschicht tau’n Anfaten!
2. Festival der Landesgeschichte am 4. Juli 2026 in Barth
Nach dem großen Erfolg des ersten Landesgeschichtsfestivals 2023 in Ribnitz-Damgarten geht es in die nächste Runde: Für Sonnabend, den 4. Juli 2026, lädt der Runden Tisch Landesgeschichte zum 2. Festival der Landesgeschichte ein – diesmal nach Barth.
Unter dem Motto „Stier trifft Greif. Landesgeschicht tau’n Anfaten!“ treffen sich erneut Engagierte aus Museen, Archiven, Vereinen, Heimatstuben, Bibliotheken, Gedenkstätten und Forschungseinrichtungen, um die Geschichte und Kultur unseres Landes sichtbar, greifbar und lebendig werden zu lassen. Das Festival versteht sich als offenes Forum für Austausch, Begegnung und gemeinsames Lernen – und lädt alle ein, die sich für die Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns interessieren.
Freuen Sie sich auf ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, einer Podiumsdiskussion, einer szenischen Lesung und einem „Markt der Möglichkeiten“, auf dem sich Initiativen, Vereine und Projekte vorstellen – ganz im Sinne des Festivalmottos: gemeinsam Geschichte(n) entdecken und Zukunft gestalten.
Die Veranstaltung bietet Raum, eigene Projekte zu präsentieren, Ideen einzubringen oder einfach mit anderen Interessierten ins Gespräch zu kommen. Alle, die in der Regional- und Kulturgeschichte aktiv, ob haupt- oder ehrenamtlich, als Forschende, Vereinsmitglieder, Ortschronist:innen oder Betreiber:innen von Heimatstuben, sind herzlich eingeladen, mitzumachen.
Das Festival findet von 10 bis 18 Uhr im historischen Ensemble von Bürgerhaus, Papenhof und dessen Garten, Sankt-Marien-Kirche und Bogislaw-Platz statt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt; Kinder erwartet ein spannendes Mitmachangebot des Bibelzentrums Barth.
Wir freuen uns auf einen Tag voller Begegnungen, Gespräche und neuer Perspektiven – denn: Unsere Geschichte lebt, wenn wir sie erzählen.
Gefördert durch die Ehrenamtsstiftung MV
Wann? 4. Juli 2026, 10:00 – 18:00 Uhr
Wo? Bürgerhaus, Papenhof, St.-Marien-Kirche & Bogislaw-Platz, Barth
Was? Vorträge, Musik, Podiumsgespräche, Markt der Möglichkeiten & Führungen.
Gesellschaftlicher Zusammenhalt braucht einen lebendigen gesellschaftlichen Diskurs über das, was eine Gesellschaft ausmacht. Voraussetzung für identitäts- und gemeinschaftsstiftende Angebote, wie sie besonders an Jubiläen und Jahrestagen sichtbar werden, ist der Blick auf die Regional- und Kulturgeschichte nicht nur des Landes, sondern auch seiner vielen Gemeinden und Ortsteile.
Diese Aufgabe kann nur gemeinsam als Netzwerk zwischen Archiven, Bibliotheken, Heimatstuben, Museen, Ortschronist:innen, den vielen Vereinen zur Erforschung von Vergangenheit und Geschichte sowie der universitären Forschung gelingen. Die vielfältigen Aktivitäten sichtbar zu machen und zusammenzubringen, kann dazu beitragen, Interesse für die Region und das Land zu wecken, Menschen für sie zu begeistern, sich als Teil der Gesellschaft zu fühlen und in dieser zu engagieren.
Der Runde Tisch Landesgeschichte M-V will die Sichtbarkeit regional- und kulturgeschichtlichen Engagements erhöhen und Aktive miteinander ins Gespräch bringen.
Mit der Aktion „Stier und Greif. Landesgeschicht tau'n Anfaten!“ laden wir für Sonnabend, den 04. Juli 2026, 10-18 Uhr nach Barth ein.
Es besteht die Möglichkeit, aktuelle Projekte und Forschungsergebnisse zur Landesgeschichte vor- und zur Diskussion zu stellen, Musik und Tanz als Bestandteil der Regional- und Kulturgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns sichtbar zu machen sowie über Entwicklung und Herausforderungen der Landesgeschichte zu debattieren.
Themenjahr "Mobilität" 2025
Am 31. Dezember 2025 endete das landesweite Themenjahr „Mobilität“, das auf Initiative des Runden Tischs Landesgeschichte Mecklenburg-Vorpommern ins Leben gerufen wurde. Unter dem weiten Dachbegriff „Mobilität“ schlossen sich zahlreiche Akteure zusammen: Museen, Archive, Universitäten, Vereine und Stiftungen gestalteten ein vielseitiges Programm.
Besonders hervorzuheben ist, dass dieses große Projekt vor allem durch das freiwillige und überwiegend ehrenamtliche Engagement vieler Beteiligter getragen wurde. Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern übernahm dabei Impuls und Koordination – getragen vom unermüdlichen Einsatz zahlreicher Mitwirkender. Ihnen allen gilt ein herzlicher Dank!
Ein Höhepunkt war die internationale wissenschaftliche Konferenz am 12. und 13. September 2025 in Güstrow. In fünf Panels diskutierten Forschende Themen von beruflicher Migration und Ideenwanderungen über Flucht und Zwangsmobilität bis hin zur Wahrnehmung Mecklenburg-Vorpommerns von außen. Rund 90 Teilnehmende lobten das vielseitige Programm, das auch archäologische und literaturwissenschaftliche Perspektiven einband. Ein Tagungsband wird 2026 erscheinen.
Doch nicht nur die Konferenz prägte das Themenjahr. Zahlreiche Vorträge, Ausstellungen, Erzählsalons, eine Oldtimerrallye, ein Autokino oder thematische Märkte machten die Vielfalt von „Mobilität“ erlebbar – von Migrationserfahrungen bis hin zu kulturellen Ausdrucksformen.
Auch der Blick nach vorn ist bereits gerichtet: 2026 wird das zweite Festival der Landesgeschichte im Pfarrgarten Starkow stattfinden. Und schon jetzt beginnen die Vorbereitungen für das nächste Themenjahr. Es startet 2028 und widmet sich „Mode und Textilien“ – Ideen und Beiträge sind dazu herzlich willkommen! Informationen zur Arbeit des Runden Tisch Landesgeschichte finden Sie auf der Webseite des Virtuellen Landesmuseum.
Rückschau auf den 8.7.23: „Stier trifft Greif – Landesgeschicht tau’n Anfaten“
„Stier trifft Greif" war das Motto des ersten Landesgeschichtsfestivals in Mecklenburg-Vorpommern im ehemaligen Klarissenkloster Ribnitz. Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, und Thomas Huth, Bürgermeister der Stadt Ribnitz-Damgarten eröffneten den Tag und betonten, dass Landesgeschichte ein Thema mit politischer Relevanz ist.
Das Tagesprogramm fand in allen Ecken des Klosters statt: Auf der Nonnenempore der Kirche konnten die Gäste spannenden Vorträgen zur Archäologie des Landes und seinem zukünftigen Museum lauschen. Weitere Vorträge drehten sich um die pommersche Klosterforschung und der Personalschrift des Rostocker Bäckermeisters Jochen Schulte aus dem 17. Jahrhundert.
Neben den Fachvorträgen fanden auch zwei Podiumsdiskussionen statt. Es wurde über die Identität unseres Bindestichlandes ebenso debattiert, wie über die zukünftige Ausgestaltung der Landesgeschichtsforschung im Bundesland. Gefordert wurde die Institutionalisierung der Landesgeschichte an den Universitäten und im musealen Bereich.
Im Klosterhof konnten die Gäste das Folkloreensemble Richard Wossidlo Ribnitz-Damg. e.V. erleben, dass trotz 30 Grad in voller Tracht tanzte und viel Publikum unter die jungen Apfelbäume des altehrwürdigen Damenstifts zog.
Auf dem Markt der Möglichkeiten sorgten über zwanzig Stände von Vereinen, Verbänden und Stiftungen für ein geselliges Treiben und den einen oder anderen Klönsnack mit den Gästen. Es bot sich ein interessierter Austausch von Vertretern der universitären Landesgeschichtsschreibung und der Niederdeutschforschung mit Ortschronisten, Plattsnackers und Pflegern der Kultur- und Heimatforschung. Abgerundet wurde der Tag mit einem Musical über das Wirken von Johannes Bugenhagen in der Klosterkirche und einem Open-Air-Konzert der Blowboys mit modernen Shantys und Folk..
Auf dem Aktionstag, an dem ca. 300 Personen teilnahmen, wurde mehrfach der Wunsch nach einer Wiederholung, wenn möglich bereits im nächsten Jahr geäußert.
Die gute Stimmung auf dem Landesgeschichtsfestival "Stier trifft Greif" lässt unweigerlich den Gedanken aufkommen, dass es sich bereits bei diesem Auftakt um ein Familienfest der besonderen Art handelte: Ein Familienfest derer, die das Interesse an Heimat und Identität in Mecklenburg-Vorpommern als Grundlage dessen sehen, was uns Nordlichter von Dömitz bis Usedom zusammenhält.
(Autor: Max Marotz); (Bilder: Chr. Teske)
Ein Dank an die Stadt Ribnitz-Damgarten und deren Freiwillige Feuerwehr sowie an das Bernsteinmuseum.
Kooperationspartner :
Museumsverband in Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Bericht von MV1.TV vom Stier trifft Greif im Kloster Ribnitz-Damgarten
Wir über uns
Am 5. Dezember 2020 hat sich auf Initiative des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. der Runde Tisch Landesgeschichte als Forum für alle im Bereich der Landesgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns tätigen Vereine, Verbände, Organisationen, Kommissionen und Institutionen konstituiert. Insgesamt vertritt er etwa 1.000 hauptamtlich und ca. 30.000 ehrenamtlich für die Landesgeschichte engagierte Personen.
Die Erforschung der Historie der einzelnen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns erscheint uns als Möglichkeit, nicht nur die Vielfalt von Selbst- und Fremdwahrnehmungen sichtbar werden zu lassen, sondern auch Orientierung für das Bundesland und seine Einwohner*innen zu bieten, sich im Europa der Regionen und in einer globalisierten Welt (historisch) zu verorten. Als in diesem Zusammenhang sinnvoll regten die Mitglieder unter anderem die folgenden Punkte an:
- Etablierung einer vergleichenden Landesgeschichte unter Einbeziehung der Nachbarländer im Ostseeraum und im Süden,
- Kooperation mit anderen Disziplinen, beispielsweise der historischen Sprachforschung und der Volkskunde bzw. Europäischen Ethnologie,
- Zusammenarbeit mit außeruniversitären Akteuren im Bereich der Landesgeschichte, z.B. den Archiven, Bibliotheken und Museen, den Historischen Kommissionen und Vereinen, dem Arbeitskreis Gedenkstätten, den Ortschronist*innen und Heimatstuben
Unser Schreiben zu den Herausforderungen und Handlungsfelder der Landesgeschichte vom 05.04.2023 finden Sie hier....
Dem Runden Tisch gehören an:
- Axel Attula (Bernsteinmuseum Ribnitz-Damgarten)
- Bruno Blüggel (Universitätsbibliothek Greifswald)
- Gritt Brosowski (Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker)
- Prof. Dr. Henning Börm (Universität Rostock)
- Dr. Martin Buchsteiner (Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.)
- Prof. Dr. Stefan Creuzberger (Universität Rostock)
- Anne Drescher (Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur)
- Dr. Irmfried Garbe (Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte)
- Dr. Michael Heinz (Gesellschaft zur Erforschung der Zeitgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns)
- Dr. Petra Himstedt-Vaid (Wossidlo Forschungsstelle für Europäische Ethnologie/Volkskunde)
- Dr. Volker Höffer (Gesellschaft zur Erforschung der Zeitgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns)
- Volker Jahnke (Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß)
- PD Dr. Bernd Kasten (Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde e.V.)
- Dr. Klaus-D. Kohrt (Pommerscher Greif e.V.)
- Prof. Dr. Thomas K. Kuhn (Universität Greifswald)
- Karsten Labahn (Universitätsbibliothek Rostock)
- Prof. Dr. Cornelia Linde (Universität Greifswald)
- Dr. Raiko Lippert (Kulturgut Mecklenburg-Strelitz e.V.)
- Angrit Lorenzen-Schmidt (Geschichtswerkstatt Rostock e.V.)
- Dr. Christine Magin (Arbeitsstelle Inschriften der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen)
- Dr. Matthias Manke (Historischen Kommission für Mecklenburg e.V.)
- Prof. Dr. Ernst Münch (Historischen Kommission für Mecklenburg e.V.)
- PD Dr. Jana Olschewski (Historische Kommission Pommern e.V.)
- Dr. Florian Ostrop (Stiftung Mecklenburg)
- Oliver Plessow (Universität Rostock)
- Andrej Quade (Museumsverband in Mecklenburg-Vorpommern e.V.)
- Prof. Dr. Gregor Rohmann (Universität Greifswald)
- Dr. Ruth Slenczka (Pommersches Landesmuseum)
- Dr. Christoph Schmitt (Gesellschaft zur Förderung des Wossidlo-Archivs)
- Dr. Anna-Konstanze Schröder (MdL)
- Dr. Steffen Stuth (Museumsverband in Mecklenburg-Vorpommern e.V.)
- Antje Theise (Direktorin der Universitätsbibliothek Rostock)
- Michael Thoss (Wolhynier Umsiedlermuseum Linstow)
- Prof. Dr. Marc von der Höh (Universität Rostock)
- Dr. Andreas Wagner (Museum Grenzhus Schlagsdorf; AG Gedenkstätten)
- Prof. Dr. Wolfgang Eric Wagner (Historische Kommission für Mecklenburg e.V.)
- Dr. Ralf-Gunnar Werlich (Historischen Instituts der Universität Greifswald)
- Dr. Johann Peter Wurm (Kirchliche Archive Schwerin)
- Katja Zühlsdorf (djo – Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.)
- Mathias Rautenberg (Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern)
- Cornelia Nenz (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Landesvereinigung Mecklenburg-Vorpommern
Weitere Personen, Institutionen und Netzwerke sind eingeladen, sich am Runden Tisch zu beteiligen:
Kontakt:
Dr. Martin Buchsteiner
Sprecher des Runden Tisches Landesgeschichte
E-Mail: buchsteiner(at)heimatverband-mv.de
