Aufruf zur Abstimmung über plattdeutsche Neuschöpfung 2024

Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern und das Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen suchen die schönste plattdeutsche Wortneuschöpfung des Jahres 2024.

Hierbei handelt es sich um ein Wort, das im Hochdeutschen bereits geläufig ist und in der Alltagssprache ganz selbstverständlich Verwendung findet. Durch die Übersetzung wird es nun vielleicht auch im Plattdeutschen gebräuchlich.

Am 23.04.2024 tagte eine Jury aus Expertinnen und Experten der niederdeutschen Sprache und hat aus insgesamt 68 eingereichten plattdeutschen Wortneuschöpfungen die fünf originellsten ausgewählt. Über das Siegerwort entscheidet nun das Publikum.

Vom 29.04. bis zum 17.05. können Sie auf der Internetseite des Fritz-Reuter-Literaturmuseums Stavenhagen unter frlm-mv.de abstimmen und über die schönste plattdeutsche Wortneuschöpfung des Jahres 2024 mitentscheiden.

Bekanntgegeben wird das „Plattdeutsche Wort 2024“ in allen drei Kategorien – schönstes Wort, beste Redewendung und originellste Wortneuschöpfung - am 1. Juni 2024 im Rahmen der Plattdeutschen Wochen in Stavenhagen.

Up Platt:

Dei Heimatverband Mäkelnborg-Vörpommmern un dat Fritz-Reuter- Literaturmuseum Stemhagen säuken ein nieget plattdüütschet Wurt, dat 2024 in Ümlop keem.

Dorbi sall sik dat üm 'n Wurt hanneln, dat dat in't Hochdüütsche all gifft un inne Ollachsspråk Anwennung finnt. Dörch Oewerdrågen in't Plattdüütsche finnt dit Wurt denn Ingang in'n plattdüütschen Olldach.

An'n 23.04.2024 hett sik 'n Jury ut Experten för dei Nedderdüütsche Språk dei 68 ingåhn Vörschlääch för dat schönste niege Wurt 2024 beseihn un fief  int'ressante Wurterfinnungen utsöcht.  Oewer dat Siegerwurt stimmt dat Publikum nu af.

Von'n 29.04. bet taun 17.05. koenen all, dei mitmåken willen, up'e Internetsied

von't Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stemhagen unter www.frlm-mv.de oewer dat schönste plattdüütsche Wurt 2024 mit afstimmen.

Utposaunt ward dat originelle „Plattdüütsche Wurt 2024“ in Tausåmenhang mit dat schönste plattdüütsche Wurt un denn besten Lüdschnack an'n 1. Juni 2024 in Verbinnung mit dei Plattdüütschen Wochen in Stemhagen.

 

Plattdeutsches Wort 2024 wieder weltweit gesucht

Nun schon zum 19. Mal sind auch 2024 das Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen und der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. gemeinsam wieder auf der Suche nach dem schönsten plattdeutschen Wort des Jahres.

„Jeder, der unsere plattdeutsche Sprache kennt oder sogar spricht, kann mitmachen, um das schönste plattdeutsche Wort des Jahres zu finden. Wir freuen uns wie immer über zahlreiche Zuschriften und sind schon ganz gespannt, aus welchen Regionen des Landes und vielleicht sogar weit darüber hinaus sich die Menschen wieder an der Suche beteiligen“, sagt erwartungsvoll Martin Buchsteiner, Vorsitzender des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „Einen Wettbewerb um das schönste plattdeutsche Wort auszurufen, ist gerade im Fritz-Reuter-Jahr 2024 ein ganz besonderes Ereignis. Es wird bestimmt wunderschön!“, freut sich Torsten Jahn, Leiter des Fritz-Reuter-Literaturmuseums in Stavenhagen. 

Vorschläge können wie gewohnt in drei Kategorien eingereicht werden:

  1. das schönste plattdeutsche Wort
  2. die liebste Redensart oder das liebste Sprichwort
  3. der beste aktuelle plattdeutsche Ausdruck (eine Neuschöpfung)

Mit der Suche nach dem schönsten plattdeutschen Wort sollen auch viele junge Menschen erreicht werden, um sie auf diese wunderbare Sprache aufmerksam zu machen. Deshalb wurde für den Wettbewerb auf der Homepage des Fritz-Reuter-Literaturmuseums eine eigene Website entwickelt: www.frlm-mv.de. Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. und das Fritz-Reuter-Literaturmuseum nehmen Ihr Votum gerne aber auch auf dem Postweg oder per E-Mail entgegen.

Für jede Kategorie gilt jeweils nur ein Vorschlag. Wenn mehrere Wörter / Redensarten / Ausdrücke vorgeschlagen werden, zählt jeweils nur das erstgenannte. Voraussetzung für die Nominierung ist, dass das Wort bzw. die Redewendung noch nie zuvor Gewinner war. Um Wiederholungen auszuschließen, können die bereits in den vergangenen Jahren gekürten Worte auf der Webseite des Fritz-Reuter-Literaturmuseums und des Heimatverbandes MV abgerufen werden.

Eine Jury aus Expertinnen und Experten der niederdeutschen Sprache entscheidet schließlich über das schönste plattdeutsche Wort und die liebste Redensart.

In einer 3. Kategorie – und das ist neu gegenüber den Jahren zuvor – werden von der Jury fünf eingesandte Wort-Neuschöpfungen ausgewählt, über deren Originalität das Publikum zuletzt selbst entscheiden soll. Diese finale Abstimmung erfolgt ebenfalls online auf der für den Wettbewerb eingerichteten Internetseite.

Bekanntgegeben wird das plattdeutsche Wort 2024 in allen drei Kategorien am 1. Juni 2024 im Rahmen der Plattdeutschen Wochen in Stavenhagen. Die Gewinner werden mit einem kleinen Preis prämiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 31. März 2024.

Vorschläge sind vorzugsweise über die Internetseite https://www.frlm-mv.de/wort-des-jahres/ einzureichen.

E-Mails oder Postsendungen können aber auch unter Angabe von: Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Alter an folgende Kontaktdaten gerichtet werden:                                                       

Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Fritz-Reuter-Literaturmuseum

Mecklenburgstr. 31 Markt 1
19053 Schwerin 17153 Stavenhagen
Tel. 0385 57773711 Tel. 039954 21072
E-Mail: geschaeftsstelle( at )heimatverband-mv.de E-Mail: literaturmuseum( at )stavenhagen.de

 

Up Platt: Plattdütsche Wurt det Johres 2024

Dr. Cornelia Nenz het dat makt.

Nu all taum 19. Mal säuken dat Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stemhagen un de Heimatverband Meckelnborg-Vörpommern dat schönste plattdüütsche Wurt von dat Johr.

„Jedein, de uns‘ plattdüütsche Sprak kennt oder snackt, kann mitmaken, dat schönste plattdüütsche Wurt von dat Johr tau finnen. Wi freuen uns as ümmer äwer vele Bidräg un sünd all nieglich, ut weck Deile von uns‘ Land un viellicht sogor ut’t Utland sick de Lüüd wedder mit dat Säuken befaten“, seggt vull Hapen Martin Buchsteiner, Vörsitter von den Heimatverband Meckelnborg-Vörpommern. „Grad  in dat Fritz-Reuter-Johr 2024 is de Upraup för dat schönste plattdüütsche Wurt en ganz grotorrig Begewen. Dat ward för gewiss wunnerschön!“, freut sick Torsten Jahn, Chef von dat Fritz-Reuter-Literaturmuseums in Stemhagen. 

Vörschläg koenen, as gewennt, in drei Kategorien makt warden:

  1. dat schönste plattdüütsche Wurt
  2. de leiwste Redensort oder dat leiwste Sprückwurt
  3. de beste aktuelle plattdüütsche Utdruck (’ne nige Schöpfung sotauseggen)

Ok junge Lüüd in uns‘ Land sallen Plattdüütsch as ehr Sprak estimieren, un dorüm hett dat Fritz-Reuter-Literaturmuseums ’ne sünnerlich moderne Website makt: www.frlm-mv.de. Makt juch den Spaß un gaht mal dorhen! 

De Heimatverband Meckelnborg-Vörpommern e.V. un dat Fritz-Reuter-Literaturmuseum freuen sick äwer ok äwer Ehr Stimm up den Postweg oder mit E-Mail.

För jede Kategorie sall jeder Insender blot ein Bispill gewen. Wenn ein Insender miehrere Würd‘ / Utdrück / Redensorten upschräben hett, nähmen wi gnadenlos blot dat irste in de Reihg!

Dat Wurt, Utdruck, Redensort sall nich all vörher utteikent west sien. Informationen dortau giwwt dat up de Websiden von’t Fritz-Reuter-Literaturmuseum und von den Heimatverband MV.

Eine Jury, bild’t von den Heimatverband MV, dat Fritz-Reuter-Literaturmuseum un Fachlüüd för Nedderdüütsch, giwwt dat Urdeil äwer dat schönste plattdüütsche Wurt un de leiwste Redensort.

Nieg is nu dat: För den drüdden Deil (de beste aktuelle plattdüütsche Utdruck, ’ne nige Schöpfung sotauseggen), wählt de Jury fief Insendungen ut, un dor sallen de Lüüd sülwst ehr Stimm afgewen. Dat geschüht sünnerlich up de Internetsid https://www.frlm-mv.de/wort-des-jahres/

Verkünd’t warden de Siegerwürd an‘n 1. Juni 2024 bi de „Plattdüütschen Weken“ in Stemhagen. De Sieger kriegen en lütten Pries. De Rechtsweg is utschlaten. Letzte Termin is de 31. Lentmand 2024 (31.03.2024).

E-Mails oder Breiw gahn äwer ok an den

Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Fritz-Reuter-Literaturmuseum

Mecklenburgstr. 31 Markt 1
19053 Schwerin 17153 Stavenhagen
Tel. 0385 57773711 Tel. 039954 21072
E-Mail: geschaeftsstelle( at )heimatverband-mv.de E-Mail: literaturmuseum( at )stavenhagen.de

Entstehung der Prämierung des Plattdeutschen Wortes in Mecklenburg-Vorpommern

Das Plattdeutsche Wort des Jahres wird seit 1995 ausgezeichnet. Bis 2003 wurde ein Wort des Jahres gekürt. Seit 2004 werden drei Kategorien bewertet: Das schönste plattdeutsche Wort (dat schönste plattdütsche Wurt), der beste aktuelle plattdeutsche Ausdruck (de beste aktuelle plattdütsche Utdruck) und die liebste Redensart oder das Lieblingssprichwort (de leiwste Redensort oder dat leiwste Sprichwurt).

Jahrelang wurde der Wettbewerb von dem Ideengeber Fritz-Reuter-Literaturmuseum und dem Landesheimatverband Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam getragen. Die Auswahl übernahm eine Jury von Niederdeutsch-Kennern. Nachdem der Landesheimatverband 2013 wegen Insolvenz aufgelöst worden war, wurde der Wettbewerb lediglich alle zwei Jahre durchgeführt. Der im Jahr 2015 gegründete Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.  beteiligt sich wieder an der alljährlichen Suche. 

Gekürte plattdeutsche Worte, aktuelle Ausdrücke sowie Redensarten seit 1995:

Eine Übersicht über die Plattdeutschen Worte seit 1995 finden Sie hier.

Plattdeutsches Wort 2023 gefunden

Mit großer Spannung wird alljährlich die Verkündung des plattdeutschen Wortes erwartet. Den Wettbewerb um das schönste Plattdeutsche Wort gibt es seit 1995, initiiert vom Fritz-Reuter-Literaturmuseum. Inzwischen verbergen sich hinter dem Plattdeutschen Wort drei Kategorien und der Wettbewerb wird gemeinsam vom Fritz-Reuter-Literaturmuseum und dem Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.
Das Plattdeutsche Wort wurde in diesen drei Kategorien gesucht:

  • das schönste plattdeutsche Wort
  • der beste aktuelle plattdeutsche Ausdruck (eine Neuschöpfung sozusagen)
  • die liebste Redensart oder das liebste Sprichwort.

Schon in den vergangenen Jahren haben sich die aktuellen Ereignisse auch in der Wahl des „Plattdeutschen Wortes“ widergespiegelt, wie z. B. in den Corona-Jahren.

So deutlich wie in diesem Jahr fiel jedoch noch kein Votum durch die Jury aus. Das zentrale Thema unserer Zeit, die existenzielle Frage nach Krieg und vor allem Frieden spielte auch bei diesem scheinbar so unpolitischen Wettbewerb eine große Rolle und kam gleich in zwei der drei Kategorien vor.
Die Jury hat ihr Votum abgegeben und folgende Sieger ermittelt:

Das schönste plattdeutsche Wort heißt: „Fräden“ – Frieden!

Das Siegerwort wurde von zwei Personen eingereicht und die Siegerin durch Los ermittelt. Sie kommt vom Darß.

Aktueller plattdeutscher Ausdruck:

In der Kategorie aktueller Ausdruck gewann das Wort: „Brägenplietschmaschin“ - die künstliche Intelligenz, KI. Die Einsenderin wohnt in der Nähe von Schwerin.

Liebste Redensart oder das liebste Sprichwort:

In der Kategorie Redensart lag mit großem Abstand: „Lewer drög Brot in’n Fräden, as Kauken un Braden in Striet.“- Lieber trocken Brot im Frieden als Kuchen und Braten im Streit - vorn, eingereicht von einer Teilnehmerin aus dem Landkreis Demmin.

Mehr als 200 Einsendungen erreichten die Veranstalter. Dabei kamen Einreichungen aus allen Teilen Deutschlands, natürlich aus den 8 Bundesländern, in denen die niederdeutsche Sprache beheimatet ist, aber auch aus Bayern und Baden-Württemberg. Die jüngste Teilnehmerin am Wettbewerb ist 4 Jahre, die ältesten Einreicher sind weit über 90 Jahre alt. Viele verbinden ihre liebsten Worte oder Redensarten mit ganz persönlichen Geschichten und Erinnerungen.
„Über die zahlreichen persönlichen Worte und den Einblick ins Private und das damit
verbundene Vertrauen freue ich mich besonders.“, so der Leiter des Fritz-Reuter-Literaturmuseums Stavenhagen, Torsten Jahn.

Die Initiatoren verzeichnen eine zunehmende Anzahl an Vorschlägen auch von jungen Leuten. „In diesem Jahr haben Plattdeutsch-Kinderkurse und sogar Kitas Vorschläge zum Plattdeutschen Wort des Jahres eingereicht. Für junge Leute unter 25 führt der Heimatverband eine gesonderte Auslosung durch. Sie erhalten Tragetaschen mit dem Plattdeutschen Wort des Jahres“, so Anne-Christin-Boll, Geschäftsführerin des Heimatverbandes MV.

Das plattdeutsche Wort 2022 in drei Kategorien ist gefunden.

Verkündung des Plattdeutschen Wortes 2022

am Sonntag, 19.06., bei Reuters „Sonntagsspaziergang“ in Stavenhagen

  • Alle Siegerworte des Jahres 2022 in Mecklenburg-Vorpommern eingereicht
  • Das gab es noch nie! Siegerin des vergangenen Jahres wieder unter den Gewinnern
  • Zwei der Gewinner schreiben selbst auf Platt

Den Wettbewerb um das schönste Plattdeutsche Wort gibt es seit 1995, initiiert vom Fritz-Reuter-Literaturmuseum. Inzwischen verbergen sich hinter dem Plattdeutschen Wort drei Kategorien und der Wettbewerb wird gemeinsam vom Fritz-Reuter-Literaturmuseum und dem Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.

Die Einsendungen kommen aus dem halben Bundesgebiet und die Veranstalter:innen verzeichnen eine zunehmende Anzahl an Vorschlägen von jungen Leuten. Ganze Schulklassen als auch Plattdeutschkurse haben Vorschläge zum Plattdeutschen Wort des Jahres eingereicht. In einer gesonderten Auslosung werden durch den Heimatverband Tragetaschen mit dem Plattdeutschen Wort an diese verlost.

Karola Stark, Leiterin der Geschäftsstelle des Heimatverbandes in Vorpommern berichtet: „In diesem Jahr haben sich noch mehr Menschen als je zuvor daran beteiligt. Uns haben Einsendungen aus allen acht Bundesländern erreicht, in denen Plattdeutsch gesprochen wird, aber auch aus Berlin und sogar aus Thüringen. Einige haben nur ein Wort geschickt, andere dazu auch noch eine Erklärung und manchmal kamen ganze Briefe mit interessanten Lebensgeschichten bei uns an, die belegen, warum dieses Wort oder jene Redewendung für die Verfasser von so großer persönlicher Bedeutung sind.“

Das Plattdeutsche Wort wurde in diesen drei Kategorien gesucht:

1.  das schönste plattdeutsche Wort
2.  der beste aktuelle plattdeutsche Ausdruck (eine Neuschöpfung sozusagen)
3.  die liebste Redensart oder das liebste Sprichwort.

Wie immer hat die Jury aus für sie völlig anonymen Listen ihr Votum abgegeben und folgende Sieger ermittelt:

Das schönste Plattdütsche Wurt heißt:  Dunnerlüchting.

Es ist ein Ausdruck des Erstaunens, eine Zusammensetzung aus Donner und Blitz, in der Bedeutung Verwunderung und Freude, alle Wetter.

Aktueller plattdeutscher Ausdruck:

In der Kategorie aktueller Ausdruck gewann das Wort: „Tippschnack“ für chatten.

Beide Einsender kommen aus Neubrandenburg.

Liebste Redensart oder das liebste Sprichwort:

In der Kategorie Redensart lag mit großem Abstand: „Een vergnöögt Hart is better as`n Büdel vull Geld.“ vorn, eingereicht von einer 14-Jährigen Schülerin aus Demmin.

Und wie groß war das Erstaunen der Jury, dass die Gewinnerin des vergangenen Jahres nun erneut zu den Preisträgern zählt. Das gab es noch nie!  Nach der Verkündung des Plattdeutschen Wortes gab es noch eine kleine Lesung durch den Sieger aus Neubrandenburg sowie die Preisträgerin. Was für eine wunderbare Bereicherung! 

Das plattdeutsche Wort des Jahres 2021 heißt "butschern"

Die Ergebnisse um den bundesweiten Wettbewerb zum plattdeutschen Wort des Jahres sind offiziell bekannt gegeben

Das schönste plattdütsche Wurt 2021 heißt: „butschern“. Es bedeutet „einfach raus gehen, mal was unternehmen“. Weil dieses Bedürfnis gerade bei Kindern und Jugendlichen besonders groß ist, verwundert es auch nicht, dass die Einsenderin aus der Region Demmin, selbst noch im jugendlichen Alter ist.

Der aktuelle plattdütsche Utdruck heißt "Holl di fuchtig!" Obwohl der Ausdruck sehr bekannt und in vielen Gegenden auch sehr geläufig ist, hat er in dieser Zeit an Aktualität und inhaltlich auch an Bedeutung gewonnen. War es früher eher eine Floskel, so meint man jetzt sehr genau, was gesagt wird: Bleib gesund!!!  Wohl deshalb haben sich auch so viele der Juroren dafür entschieden. Der Einsender kommt aus der Müritz-Region.

In der Kategorie die beste Redensort oder das beste Sprichwurt hat sich sehr durchgesetzt: Dat gröttste Glück, as mi bedücht, hett, wer up Glück lecht kein Gewicht. Das großte Glück, so denk ich mir, hat, wer auf Glück nicht so viel Gewicht legt. Diese Zuschrift erreichte die Jury aus der Region Stralsund.

Auch in diesem Jahr haben sich wieder viele Menschen in ganz Norddeutschland an der Suche nach dem plattdeutschen Wort des Jahres beteiligt. Zuschriften kamen aus 5 Bundesländern. Die Palette der eingesandten Worte und Redewendungen war breit. Wie schon 2020 spielte jedoch auch hier die Auseinandersetzung mit der Corona-Pandemie eine große Rolle. Was die Veranstalter, das Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen und den Heimatverband M-V besonders freut, ist die Beteiligung junger Menschen. Der jüngste Teilnehmer ist stolze 2 Jahre alt und kommt aus Ostfriesland.

Der Wettbewerb um das Plattdeutsche Wort sucht plattdeutsche Begriffe in den Kategorien das schönste plattdeutsche Wort, der beste aktuelle plattdeutsche Ausdruck (eine Neuschöpfung sozusagen) und die liebste Redensart oder das liebste Sprichwort. Leider ist die Berichterstattung des NDR eine Falschmeldung. Wie schon im letzten Jahr hat der zuständige Redakteur die Kategorie "bester aktueller Ausdruck" und "plattdeutsches Wort" verwechselt.

Aus den Einsendern unter 25 Jahren werden die Tragetaschen mit dem schönsten Wort des vergangenen Jahres „Ballerdutje“ verlost. Für die jüngsten Teilnehmer im Alter von 2 und 5 Jahren hat sich der Heimatverband noch eine kleine Überraschung aus unserer „Heimatschatzkiste“ ausgedacht.


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