"Alwine des Monats"

Im September jährt sich der Geburtstag von Alwine Wuthenow zum 200. Mal. Vielen Lesern und Leserinnen ihrer plattdeutschen Texte dürfte sie eher unter dem Pseudonym Annmariek Schulten bekannt sein. Aus Anlass dieses besonderen Jubiläums und natürlich auch zu Ehren der berühmten vorpommerschen Dichterin möchte der Heimatverband das gesamte Jahr über mit einer „Alwine des Monats“ an das literarische Schaffenswerk dieser Heimatdichterin erinnern. Monat für Monat werden wir an dieser Stelle ein kurzes Gedicht oder einen Auszug aus einem ihrer längeren Werke präsentieren. Wir wünschen viel Vergnügen. (Die Gedichte und Beiträge der vergangenen Monate finden Sie am Ende dieser Seite. Also gerne einmal herunterscrollen.)

September

Über das Leben der Alwine Wuthenow

Alwine Wuthenow (geb. Balthasar) wurde am 16. September 1820 in Neuenkirchen bei Greifswald geboren. Ihr vollständiger Name lautet: Friederike Charlotte Alwine Wuthenow. Sie war eine vorpommersche niederdeutsche Dichterin, die lange Zeit unter dem Pseudonym Annmariek Schulten schrieb.

Gut zehn Wochen vor der Geburt Alwines ertrank deren zweijähriger Bruder Bernhard im elterlichen Gartenteich. Die furchtbare seelische Erschütterung, die Alwines Mutter (Ida Johanna Dorothea Otto) dadurch zu ertragen hatte, war wohl die Ursache für die psychischen (seelischen) Probleme, mit denen Alwine fast ihr ganzes Leben lang immer wieder zu kämpfen hatte. Dies führte immer wieder zu Aufenthalten in Nervenheilanstalten.

In den Jahren von 1827 bis 1849 lebte Alwine Wuthenow auf dem Schulzenhof in Gützkow. In dieser Zeit entstanden ihre ersten Gedichte. Alwines Eltern erkannten früh die Begabung des Mädchens und unterstützen und förderten sie in ihrem Wirken.

Am 29. September 1843 heiratete Alwine den Juristen Ferdinand Wuthenow, der von 1842 bis 1849 Bürgermeister von Gützkow war und anschließend nach Greifswald als Kreisrichter versetzt wurde. Das Paar hatte zusammen fünf Kinder: die Töchter Helene (* 1846), Anna (* 1846) und Hermine (* 1852) sowie die Söhne Arthur (* 1844) und Max (* 1853).

Aufgrund ihrer schwachen Gesundheit musste Alwine Wuthenow von 1853 bis 1874 im St. Katharinenstift in Rostock leben. Nachweislich entstanden gerade in dieser Zeit die meisten ihrer Gedichte. Der Aufenthalt im St. Katharinenstift sowie der Erhalt von professioneller Hilfe in der Heilanstalt Winnental im April 1862 – dieser Aufenthalt wurde ihr durch die finanzielle Unterstützung von Amalie Gräfin zu Solms ermöglicht – erzielten die gewünschte positive Wirkung. Alwine Wuthenow erholte sich weitgehend von ihren seelischen Leiden. Dies ermöglichte es ihr, wieder im Kreis ihrer Familie zu leben.

Alwine Wuthenow verbindet eine ganz besondere Beziehung zu Fritz Reuter, der 1855 und 1856 erste Gedichte von ihr in seinem Unterhaltungsblatt für beide Mecklenburg und Pommern veröffentlichte. Reuter war von dem Wirken Wuthenows so überzeugt, dass er sogar als Herausgeber ihres ersten eigenständigen Gedichtbandes „En poa Blomen ut Annmariek Schulten ehren Goahrn“ fungierte. Doch nicht nur mit Fritz Reuter lässt sich Alwine Wuthenow in Verbindung bringen. Auch mit dem aus Heide in Dithmarschen/Holstein stammenden Lyriker und Schriftsteller Klaus Groth stand sie von 1857 bis 1861 in regem Briefverkehr. Briefkontakt (von 1878 bis 1904) hatte sie zudem mit dem Kieler Schriftsteller Johann Meyer.

Alwine Wuthenow starb im hohen Alter von 88 Jahren am 8. Januar 1908 in Greifswald. Ihr Grab befindet sich noch heute auf dem Neuen Friedhof.

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"Alwine des Monats" – September

Für unsere "Alwine des Monats" September heißt es diesmal:

"Dubenmutte"

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Fritz Reuter liest aus seinem Werk "Hanne Nüte un de lütte Pudel"? Natürlich nicht er selbst. Martina Kriedel hat eine Fritz-Reuter-Marionette gebaut und Andreas Auer leiht ihr seine Stimme.…

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